Vielfältig sind die Aktivitäten und Angebote der Gruppen unsere Sektion. Fast schon zu vielfältig, um auch mit den „Anderen“ in Kontakt zu kommen. Daher haben wir letzes Jahr erstmals versucht Teilnehmer unserer verschiedenen Interessensgruppen an einem gemeinsamen Ziel zusammenzubringen. Es war ein Erfolg. Am 3. Juli haben wir so eine gemeinsame Fahrt in Dürnstein in der Wachau wiederholt.
Der Wetterbericht war anfangs katastrophal: Dauerregen, Sturm und niedrige Temperaturen. Doch mit der Genauigkeit der heutigen Wettermodelle zahlt es sich aus die Flinte nicht allzu früh ins Korn zu werfen. Am Vorabend war dann die Situation schon etwas lichter: Vormittags trocken und am Nachmittag vereinzelte Schauer. Von diesen Nachrichten bestärkt sind wir noch bei starkem Regen in Klosterneuburg aufgebrochen. Manche wie geplant, manche etwas später. Als wir dann in der Wachau angekommen sind war der Regen vorbei bzw. bei der Wandergruppe stand der Besuch des historischen Kaufmannsladen in Spitz am Programm. Um 10h war es dann trocken. Sicherheitshalber haben die Kletterer noch Touren mit guten Abbruchmöglichkeiten gewählt, um vor Regenschauern rechtzeitig aussteigen zu können, aber dann ging es los. Einzig unsere Kletter- und Kanufamilien haben dem unsicheren Wetterbericht einen "faulen" Sonntag daheim vorgezogen. Wer Kinder hat, kann dies sicherlich nachvollziehen, quenglige Kinder im Regen sind ...
Die Kletterer waren auf dem Wachauergrat und der Nasenwand unterwegs. Perfekter Fels, wunderschön rauh und ein reiner Genuß. Insbesondere den Wachauergrat kann ich nur empfehlen, der ist Genußkletterei pur. Durch den starken Wind und die Abgelegenheit hat sich dann auch ein bischen Alpinfeeling eingestellt. Ein 40m Seil ist weiters sehr angenehm, da die Seillängen eher kurz sind. Bitte beachtet, dass dort die Kletterzeiten eingeschränkt sind und von Mitte Juli bis Mitte August das Gebiet überhaupt aus Naturschutzgründen gesperrt ist.
Die Wanderer verstärkt durch Teilnehmer der Alt-Eisen-Partie besuchten gleich nach unserer Ankunft den historischen Kaufmannsladen - wie gesagt eine perfekte Lösung die letzten Regentropfen vorbeiziehen zu lassen. Dieser bestand von 1736 bis 1988. Hans Hamberger, der letzte Besitzer dieses Ladens, hat in anschaulicher Weise die 252 Jahre dieses Kaufmannsladens nahe gebracht. Nach diesem interessanten Ausflug in die "kaufmännische Vergangenheit von Spitz" wurde der Welterbesteiges Wachau von Spitz nach Mühldorf im Auf und Ab durch die Terrassenweingärten erwandert.
Die Mountainbiker haben sich den Weg als Ziel gesetzt und sind von Mühldorf nach Mühldorf auf der Weinsteintour unterwegsgewesen. Zuerst ging es 700Hm auf den Jauerling dem landschaftlichen Höhepunkt hinauf und dann weiter zu den Bärenwänden, die mit 400Hm und einigen knackingen Anstiegen in dieser Richtung den sportlichen Höhepunkt gesetzt haben. Die Teilnehmer waren einhellig der Meinung: super Route, super geführt. Die zusätzlichen 300m Erweiterung der Tour durch einen Konflikt zwischen weiblicher und männlicher Orientierungsstrategie haben aber höchstwahrscheinlich mehr in den Seelen als in den Muskeln gebrannt.
Mit etwas Verspätung ob der schönen Touren, haben wir uns dann alle beim Heurigen "Alter Klosterkeller" im Zentrum von Dürnstein getroffen und noch über 2 Stunden über den Tag geplaudert. Die landschaftliche Schönheit der Wachau war sicherlich eines der Hauptgesprächsthemen, dicht gefolgt vom Wetterglück. Es hat den ganzen Tag zwar ordenlich geblasen aber kein einziger Tropfen Regen ist gefallen. Wiederholung ist gewiss und mit knapp 30 Teilnehmern war es schön wieder so viele sonst "unsichtbare" Freunde zu treffen.
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